Ein Tiroler Beamtengeschlecht

Schullern zu Schrattenhofen ist der Familienname einer aus Tirol stammenden Familie des österreichischen Beamtenadels. Seit der Erhebung in den Ritterstand im Jahr 1734 ist die Familie in Tirol, Wien und Oberitalien nachweisbar und hat in Verwaltung, Wissenschaft, Literatur und Kultur bleibende Spuren hinterlassen.

Johann Anton Schueller von Schuellern zu Schrattenhofen, Reichsritter
Lic. utr. iur. Johann Anton Schueller von Schuellern zu Schrattenhofen

Anton Schu(e)ller von Schu(e)llern zu Schrattenhofen, Reichsritter

Johann Anton von Schullern zu Schrattenhofen (1695–1763), in den frühen Quellen noch als Anton Schueller bezeichnet, wurde 1695 in Schwaz geboren und starb am 16. Juli 1763 in Innsbruck. Er gehörte jener aufstrebenden Schicht des tirolischen Beamtenadels an, deren sozialer Aufstieg nicht auf uraltem Hochadel beruhte, sondern auf Vermögen, lokaler Geltung, Verwaltungsdienst, Bildung und kaiserlicher Gnade. Seine Biografie lässt sich nur dann richtig verstehen, wenn man den Weg seines Großvaters Bartlmä Schueller und seines Vaters Johann Schueller mitdenkt; erst auf diesem familiären Fundament wurde Johanns Antons eigener Aufstieg möglich.

Weiterlesen: Anton (Schu(e)ller) von Schu(e)llern zu Schrattenhofen, Ritterstandserwerber

Lic. utr. iur. Johann Schueller von Schuellern (1723-1795)
Lic. utr. iur. Johann Schueller von Schuellern (1723-1795)

Johann Schu(e)ller von Schu(e)llern zu Schrattenhofen, Reichsritter

Johann Franz Jakob von Schullern zu Schrattenhofen, geboren am 11. Juni 1723 in Innsbruck und im Oktober 1795 in Lienz verstorben, gehört zu jenen Vertretern des Tiroler Beamtenadels, deren Wirken weniger im Glanz großer politischer Entscheidungen als in der verlässlichen, disziplinierten und hochverantwortlichen Verwaltungsarbeit sichtbar wird. Er war k. k. wirklicher Marschkommissär im Pustertal, Verwalter der königlichen Stiftsherrschaft Lienz und Schlosshauptmann auf Bruck. Schon diese Ämter zeigen ihn als Mann des praktischen Dienstes, der zwischen landesfürstlicher Verwaltung, militärischer Logistik und lokaler Herrschaftsausübung stand.

Weiterlesen: Johann Schu(e)ller von Schu(e)llern zu Schrattenhofen, Marschkommissär

Mag. utr. iur. et phil. Johann von Schullern (1762-1815)
Mag. utr. iur. et phil. Johann von Schullern (1762-1815)

Anton Johann Albert von Schullern zu Schrattenhofen, Reichsritter

Anton Johann Albert Ritter von Schullern zu Schrattenhofen, in den Überlieferungen auch als Johann Anton Albert oder verkürzt als Anton Albert bezeichnet, wurde am 28. Oktober 1762 in Lienz geboren und starb am 8. August 1815 in Innsbruck. Er entstammte einer Familie des Tiroler Beamtenadels, deren gesellschaftlicher Aufstieg im 18. Jahrhundert durch juristische Bildung, landesfürstlichen Dienst und adelige Auszeichnung abgesichert worden war.

Weiterlesen: Anton Schullern zu Schrattenhofen, Richter

Lic. utr. iur. Johann von Schullern (1797-1855)
Lic. utr. iur. Johann von Schullern (1797-1855)

Johann Maria Carl Anton Ritter von Schullern zu Schrattenhofen

Johann Maria Carl Anton von Schullern zu Schrattenhofen wurde am 6. Februar 1797 geboren und starb am 28. Februar 1855. Er wurde im Familiengrabe zu Innsbruck beigesetzt. Als ältester Sohn des Johann Anton Albert von Schullern zu Schrattenhofen (1762–1815) und dessen Gemahlin Marianne von Leis zu Leimburg gehörte er jener Linie der Familie an, die nach der Rückkehr aus dem Pustertal wieder in Nordtirol, insbesondere in Innsbruck, verwurzelt war.²

Weiterlesen: Johann Schullern zu Schrattenhofen, Gubernialbeamter

Anton von Schullern (1832-1889)
Anton von Schullern (1832-1889)

Anton Ritter von Schullern zu Schrattenhofen

Anton Johann Caspar Ritter von Schullern zu Schrattenhofen (Innsbruck, 30. Jänner 1832 – ebenda, 12. Jänner 1889) gehört zu jenen Tiroler Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts, in deren Lebensgang sich Dichtung, Bildungsarbeit und öffentliches Wirken auf besonders charakteristische Weise verbinden. Als Sohn eines Statthaltereikonzipisten aus einem aus dem Zillertal stammenden Adelsgeschlechte erwuchs er in jenem altösterreichischen Bildungs- und Beamtenmilieu, das für seine spätere Lebensform bestimmend blieb. Zugleich steht er am Beginn einer bemerkenswerten Familienlinie: Er war der Vater des Nationalökonomen Hermann Ritter von Schullern zu Schrattenhofen und des Schriftstellers und Arztes Heinrich von Schullern zu Schrattenhofen.[1]

Weiterlesen: Anton SCHULLERN, Dichter, Schulmann, Stadtverordneter

Dr. oec. habil. Hermann von Schullern (1861-1931)
Dr. oec. habil. Hermann von Schullern (1861-1931)

Dr. Hermann Ritter von Schullern zu Schrattenhofen

Hermann Johann Anton Heinrich Friedrich Ritter von Schullern zu Schrattenhofen (1861–1931) gehört zu jenen Gelehrten des späten Habsburgerreiches, in deren Lebensgang sich Wissenschaft, Verwaltung und praktische Staatsaufgabe auf bemerkenswerte Weise verbinden. Nach dem Studium der Rechte in Innsbruck und der Promotion zum Dr. iur. im Jahre 1884 war er zunächst in der Gerichts- und Advokaturspraxis tätig; erst dann wandte er sich, unter dem Einfluß Eugen von Böhm-Bawerks, entschiedener der Nationalökonomie zu. Mit seiner 1889 eingereichten Habilitationsschrift über Grundrente und Grenznutzen gewann er die Venia legendi für Nationalökonomie und trat damit in den Kreis jener jüngeren österreichischen Ökonomen ein, die von der Grenznutzentheorie geprägt waren.[1]

Weiterlesen: Hermann SCHULLERN, Nationalökonom

Dr. med. Heinrich von Schullern (1865-1955)
Dr. med. Heinrich von Schullern (1865-1955)

Dr. Heinrich Ritter von Schullern zu Schrattenhofen

Dr. Anton Johann Wolfgang Paul Heinrich Ritter von Schullern zu Schrattenhofen (Innsbruck, 17. April 1865 – ebenda, 16. Dezember 1955) nimmt innerhalb seiner Familie eine eigentümlich vielschichtige Stellung ein. Als jüngerer Sohn des Dichters und Schulmannes Anton Ritter von Schullern zu Schrattenhofen und Bruder des Nationalökonomen Hermann Ritter von Schullern zu Schrattenhofen verband er drei Lebenskreise, die sich nur selten in einer Person so eng berühren: die Medizin, den militärärztlichen Dienst und ein über Jahrzehnte ausgreifendes dichterisches Werk. Während beim Vater die Schule, beim Bruder die Volkswirtschaftslehre im Vordergrund standen, erscheint Heinrich als jene Gestalt der Familie, in der Berufserfahrung, Kriegserlebnis und literarische Gestaltungskraft am stärksten ineinandergriffen.[1]

Weiterlesen: Heinrich SCHULLERN, Dichter, Militärarzt

Dr. rer.  pol. Manfred Schullern (1893-1959)
Dr. rer. pol. Manfred Schullern (1893-1959)

Dr. Manfred Ritter von Schullern zu Schrattenhofen

Manfred Anton Johann Ludwig Heinrich Oswald Ritter von Schullern zu Schrattenhofen wurde am 8. Juli 1893 in Wien-Margareten geboren. Er entstammte einer traditionsreichen Tiroler Beamten- und Gelehrtenfamilie; sein Vater war der Nationalökonom und Universitätsprofessor Hermann Ritter von Schullern zu Schrattenhofen, seine Mutter Theresina Manfredi. Schon diese Herkunft verweist auf ein Milieu, in dem Bildung, Staatsdienst und Standesbewußtsein eng miteinander verbunden waren.

Weiterlesen: Manfred SCHULLERN, k. u. k. Offizier, Generalkonsul

Herman Schullern (1931-2016)
Herman Schullern (1931-2016)

Hermann Schullern-Schrattenhofen (1931-2016)

Artikel in Ausarbeitung

Weiterlesen: Hermann SCHULLERN, Unternehmer

Mag. rer. soc. oec. Ulrich Schullern
Mag. rer. soc. oec. Ulrich Schullern

Mag. Ulrich Schullern-Schrattenhofen

Mag. Ulrich Viktor Schullern-Schrattenhofen durchlief einen ungewöhnlich vielseitigen Bildungs- und Berufsweg, der technische Praxis, wirtschaftswissenschaftliche Reflexion und kulturelles Engagement in seltener Weise verbindet. Seine schulische Ausbildung begann an der Deutschen Schule Mailand und führte ihn sodann an das Gymnasium der Stiftung Theresianische Akademie in Wien. Früh wandte er sich der Schifffahrt zu und absolvierte auf dem Schulschiff der DDSG in Korneuburg eine Binnenschifferlehre. Im Zuge dieser praktischen Laufbahn erwarb er eine Reihe einschlägiger Qualifikationen, darunter die Motorenwärterprüfung, die Rechnungslegerprüfung, das Allgemeine Sprechfunkzeugnis für den beweglichen Seefunkdienst, das Radarpatent für die Flussschifffahrt sowie das Kapitänspatent – Schifferpatent für die Binnenschifffahrt A. Später legte er die Studienberechtigungsprüfung ab und absolvierte ein Studium der Volkswirtschaftslehre; ergänzend besuchte er theologische Kurse in Wien.

Weiterlesen: Ulrich SCHULLERN, Volkswirt

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