Hermann Schullern-Schrattenhofen
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Hermann wurde 1931 in Innsbruck geboren und starb 2016 in seinem 85. Lebensjahr in Legnano. 1954 heiratete er in Triest Vincenzina „Zina“ Tamagni-Verderio. Beruflich war er zunächst leitender Angestellter bei Böhler AG Mailand und später selbständiger Unternehmer bei Metallunit in Bollate. In Erinnerung blieb er als charmanter, eloquenter und verantwortungsbewusster Gentiluomo.
Hermann (Johann Anton) Schullern-Schrattenhofen wurde am 8. Juni 1931 in Innsbruck geboren und starb am 26. Jänner 2016 in Legnano. Er war der Sohn des Dr. Manfred Schullern (1893–1959) und der Maria Schullern, geb. Stockheim (1894–1972) sowie der Bruder von Dorothea Schullern (1922–2005). Verheiratet war er mit Vincenzina Tamagni-Verderio (1926–2017), genannt Zina.
Hermann verbrachte seine Kindheit und frühe Jugend in Innsbruck und Aldrans, wo er die Primar- und Sekundarstufe besuchte. Fotografien in studentischer Wichs belegen seine Aktivität in einer Studentenverbindung innerhalb des MKV. Die Kriegsjahre prägten seine Jugend; sein Dienst an einem Flakturm im Jahr 1945 ist als von ihm selbst erzählte Familienüberlieferung erhalten geblieben.
Ein entscheidender Einschnitt erfolgte 1946, als sein Vater als Gesandter nach Rom entsandt wurde und Hermann im Alter von fünfzehn Jahren mit der Familie nach Italien ging. Zunächst lebte er in Rom, ab 1948 in Mailand. Dort lernte er in einer Straßenbahn seine spätere Ehefrau Zina kennen. Die Hochzeit fand am 10. Juli 1954 in Triest statt, wo sein Vater Manfred damals als Generalkonsul tätig war.
Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor: Manfred (1954), Ingrid (1955), Gerhard (1960), Ulrich (1964) und Désirée (1966–2021). Die Familie lebte zunächst in Mailand in der Via Pietro Marussig. Im Jahr 1970 übersiedelte sie in das Villenressort Arese 3 nördlich von Mailand. Das dortige Haus mit Garten wurde über viele Jahre zum Mittelpunkt des Familienlebens und blieb dies bis in die späten 1990er Jahre. Danach zogen Hermann und Zina nach Legnano, wo bereits ihre älteste Tochter Ingrid mit ihrer Familie wohnte. Später ließ sich auch Désirée dort nieder. Zina widmete sich mit großer Herzlichkeit ihren Enkelkindern und wurde zu einer prägenden Großmutterfigur innerhalb der Familie.
Beruflich war Hermann Schullern bis 1971 als leitender Angestellter im Bereich Verkauf und Kundenbetreuung bei der Böhler AG Mailand tätig. Danach wurde er Compagnon von Gerhard Foessl in der Firma Metallunit in Bollate im Norden von Mailand. Sein geschäftliches Wirken war von Solidität, Verantwortungsbewusstsein und Augenmaß geprägt. Ein breiter Kundenstock ermöglichte ein ausgewogenes, risikoneutrales Geschäftsgebaren.
Hermann galt als Gentiluomo im besten Sinne des Wortes. Er beschäftigte sich mit Philosophie, war kunstaffin, bis ins hohe Alter modebewusst und verfügte über eine natürliche Eleganz im Auftreten. Zugleich besaß er Charme, Eloquenz und eine besondere Fähigkeit, Menschen freundlich, aufmerksam und gewinnend zu begegnen. In der Familie blieb er als kultivierter, lebensgewandter und liebenswürdiger Vater und Großvater in Erinnerung – als jemand, dessen Ausstrahlung, Herzlichkeit und feiner Umgangston noch lange nachwirkten.
